Willkommen bei der Volkshochschule Ratzeburg!
Wir freuen uns über Ihr Interesse an unseren vielfältigen Bildungsangeboten für Kinder, Erwachsene und Senioren und laden Sie herzlich ein, einen Blick in das aktuelle Kursprogramm zu werfen.
Sollten Sie für Ihr Interessengebiet kein Kursangebot bei uns finden, verweisen wir Sie gern auf die Seiten der Kreisvolkshochschule, an deren Verbund die Volkshochschule Ratzeburg aktiv beteiligt ist.
Wenn Sie Fragen haben oder sich für einen Kurs anmelden möchten, nehmen Sie Kontakt mit uns auf - wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung!
Aktuelles
Ausstellung „Kind Gestern und Heute“ im Ratzeburger Rathaus
Eröffnung der 4. Ausstellungsreihe der VHS-Ölmalgruppe Ratzeburg
06.05.2012, 11:00 Uhr Ratssaal des Rathauses

Wie waren die Kinder früher und wie sind sie heute? „Damals waren die Kinder anders“, diesen Satz hört man immer wieder. Stimmt das wirklich?
Die Antwort auf diese Frage ist zu finden am Sonntag, 6. Mai 2012, 11 Uhr im Ratzeburger Rathaus, Unter den Linden 1, wenn die VHS-Ölmalgruppe zum 4. Mal ihre Bilderausstellung unter dem Motto „Kind Gestern und Heute“ im Ratzeburger Ratssaal eröffnet. Interessierte Besucher sind zur Ausstellungseröffnung herzlich eingeladen.
Die Ausstellung ist bis zum 04. Juni während der Öffnungszeiten des Rathauses zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.
Jahr der politischen Bildung
Geschichte des Rechtsterrorismus in Deutschland. Eine Bestandsaufnahme
24. Mai 2012, 19:30 Uhr Ratssaal des Ratzeburger Rathauses

"Rechter Terror? Das hat es doch früher in der Bundesrepublik nicht gegeben! Die Chroniken, die jetzt in den Zeitungen erscheinen, gehen meist nur bis in die frühen neunziger Jahre zurück. Als wäre der Rechtsterrorismus ein Produkt der Wiedervereinigung oder allein ein Restgift, eine Altlast der implodierten DDR. Tatsächlich hat es in der Bundesrepublik schon lange zuvor rechten Terror gegeben. Besonders in den siebziger Jahren stieg die Zahl der Gewalttaten rasant an, eine Entwicklung, die 1980 in eine in der Bundesrepublik bis dahin unbekannte Häufung rechtsterroristischer Taten aus dem neonazistischen Spektrum mündete", schreibt Fabian Virchow, Leiter des Forschungsschwerpunkts Rechtsextremismus / Neonazismus an der FH Düsseldorf, in seinem Beitrag "Für Volk und Nation" auf „Zeit-online“. Von Anfang an sei diese Geschichte auch eine Geschichte der Geheimdienste gewesen.
Die rassistische Gewaltwelle der frühen neunziger Jahren, für die nicht zuletzt die Pogrome in Hoyerswerda und Rostock stehen, hat die extreme Rechte als Ermutigung empfunden. In den neonazistischen Gruppen phantasierte man über den bevorstehenden Volksaufstand. Noch heute werden im Internet und im RechsRock ungehemmt Gewalt- und Mordfantasien artikuliert. Virchow resümiert: "Hasserfüllt fiebert man dem großen Bürgerkrieg entgegen, aus dem ein neues völkisches Deutschland entstehen werde". Solche blutige Visionen verlangten nach dem Fanal und der Ausschaltung der Feinde. "Daran hat sich bis heute nichts geändert. Die jetzt identifizierte Gruppe Nationalsozialistischer Untergrund steht in der Kontinuität eines Rechtsterrorismus, wie er die Bundesrepublik seit den fünfziger Jahren begleitet".
Wir wollen diese Geschichte des Rechtsterrorismus in den Blick nehmen.
Eintritt frei!
Ausschluss-Klausel:
Entsprechend § 6 Abs. 1 VersG sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene
zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Versammlung
ausgeschlossen.
Dienstags-Vorträge der VHS-Ratzeburg
Musica mundana – die Musikwelt des Mittelalters - Vortrag von Holger Martens
Dienstag, 29.05.2012, 19.00 Uhr, Rathaus Ratzeburg, Ratssaal

Reiz und Problematik historischer Musik wird bezüglich des Mittelalters besonders deutlich: Wir möchten die Musik neu erleben, finden sie „interessant“, haben aber nur wenig gesicherte Erkenntnisse über sie. Außerdem ist uns die Denkweise der mittelalterlichen (Musik-)Autoren sehr fremd. An Hand von Quellentexten, aber natürlich auch mit (erklingender) Musik, wird diese Problematik verdeutlicht, die geistigen und handwerklichen Grundlagen aufgezeigt und Qualität und Schönheit mittelalterlicher Musik aus ihr selbst heraus erläutert.
Eintritt frei!
Jahr der politischen Bildung
„Einfach nur dagegen“ Wie wir unseren Kindern die Zukunft verbauen
Lesung mit Gerhard Matzig
22. Juni 2012, 19:30 Uhr Petri-Forum, Am Markt 7, Ratzeburg

Stuttgart 21, Olympia 2018: nein, danke – Warum sind wir gegen alles?
Die Atomkatastrophe in Japan hat gezeigt, welch desaströse Kehrseite moderne Technologien haben können – und dass wir die Zukunft unserer Kinder damit aufs Spiel setzen. Dennoch tun wir dies auf
ebensolche Weise, wenn wir uns dem Wandel dauerhaft verweigern. Und Bedenken haben derzeit Konjunktur, „Wutbürger“ wurde zum „Wort des Jahres“. Der Protest gegen die Münchner Olympiabewerbung und die
Revolte gegen den neuen Bahnhof in Stuttgart sind nur die jüngsten Beispiele für ein Phänomen, das in Deutschland um sich greift: das Dagegen-Sein. Die Zukunftslust ist uns offenbar vergangen.
Fortschritt ist mittlerweile ein Wort, das Allergien auslöst, Technik ein Feindbild. Aber warum dieser Wille zum Stillstand, warum stehen Visionen und Utopien heute in solch schlechtem Ruf? Warum
glauben wir, Werte wie Nachhaltigkeit und Umweltschutz nur dann in unser Handeln integrieren zu können, wenn wir gleichzeitig den Rückwärtsgang in die Vergangenheit einlegen? Gerhard Matzig
porträtiert eine neobiedermeierlich gestimmte und überalterte Gesellschaft, in der Angst, Missmut und Besitzstandsdenken regieren. Er zeigt, wie der Egoismus der Wutbürger unseren Kindern die Zukunft
verbaut, und entwirft Szenarien einer neuen Moderne in Politik, Wirtschaft und Technik – für eine Welt, die uns einlädt, sie kreativ zu gestalten. Statt sie wütend zu bekämpfen.
Volkshochschule Ratzeburg in Kooperation mit der Buchhandlung Weber
Eintritt 5,00 €