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Rund 150 Besucherinnen und Besucher strömten am 2. Oktober in die Aula der Lauenburgischen Gelehrtenschule, um im Rahmen der diesjährigen "Langen Nacht der Demokratie" das Theaterstück »Moin
Freiheit« zu erleben. Die gelungene Mischung aus Schauspiel, Videosequenzen und Livemusik stieß auf große Begeisterung und bildete den Auftakt für einen Abend voller inspirierender Gespräche.
Im Mittelpunkt des Abends stand die Inszenierung unter der Leitung des Kulturforums Carlow, die gemeinsam von Menschen aus Ost und West entwickelt wurde. Das Stück beleuchtet das Leben an der Grenze
in Nordwestmecklenburg von 1945 bis heute – von der Ankunft Vertriebener über Zwangsaussiedlungen und den Alltag im Sperrgebiet bis hin zur friedlichen Revolution 1989 und der Nachwendezeit.
Musikalisch untermalt von Liedern von Zarah Leander über die Puhdys bis hin zu Bodo Wartke und eigenen Kompositionen, bot die Aufführung nicht nur beste Unterhaltung, sondern regte tiefgehend zum
Nachdenken an.
Die hohe Resonanz übertraf die Erwartungen des Veranstalters, der Volkshochschule Ratzeburg und Umland e.V., deutlich. Im Anschluss an die Aufführung nutzte das Publikum die Gelegenheit, das Gesehene gemeinsam zu reflektieren. Gemäß dem Leitgedanken, dass der Blick in die Geschichte und das gegenseitige Zuhören Gräben überwinden können, entwickelten sich in zahlreichen Runden bis spät in den Abend hinein angeregte Diskussionen über das Zusammenleben und den Wert demokratischer Teilhabe.
„Wir sind überwältigt von dem großen Zuspruch und der positiven Energie dieses Abends“, sagte Silvia Tessmer, Geschäftsführerin der Volkshochschule und zog eine durchweg positive Bilanz. „Die volle Aula und die intensiven Gespräche im Nachgang zeigen eindrucksvoll, wie wichtig und lebendig der Dialog über Demokratie hier vor Ort ist.“
Die 'Lange Nacht der Demokratie' in Schleswig-Holstein wird vom Landesbeauftragten für politische Bildung und dem Landesverband der Volkshochschulen koordiniert. Die Sparkassen Schleswig-Holstein fördern das Projekt. Medienpartner ist der NDR.
Das Schul-Kunstprojekt "WIR und die ANDEREN" hat vergangenen Donnerstag mit einer Theatervorführung für alle beteiligten Schülerinnen und Schüler von sechs 7. Klassen der Gemeinschaftsschule
Lauenburgische Seen und der Lauenburgischen Gelehrtenschule im Ratzeburger Burgtheater einen Abschluss gefunden. Das Theater-Ensemble 'RADIKS' aus Berlin präsentierte sich mit ihrem Stück "Wir waren
mal Freunde". Zunächst aber ließ Volkhochschulleiterin Silvia Tessmer das Kunstprojekt Revue passieren. Sie berichtete vom breiten Zuspruch, welche die Bilder im Rahmen der Ausstellung 'Dörfer zeigen
Kunst' und anschließend in einer Zusammenschau in der Stadtbücherei erhalten haben. "Wir haben viele bewegende Zuschriften zu Euren Bildern bekommen, aus denen deutlich wird, dass sie die
Menschen ansprechen und berühren konnten", sagte Silvia Tessmer.
„Die Schüler waren überrascht von der Wertschätzung, die ihre Bilder erfahren haben. Es war eine tolle Erfahrung für Sie und sie haben schon nach dem nächsten Projekt gefragt“, sagte Nadine Knoll, die als Kunstlehrerin der Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen zusammen mit ihrer Kollegin Jolanta Wilk-Kähler von der Lauenburgischen Gelehrtenschule das Projekt durchgeführt hat. Gesine Gondesen und Evans Gumbe, die beide das Kunstprojekt inhaltlich begleitet hatten, dankten den Schülerinnen und Schülern für die herzliche Aufnahme in den Klassen und für die offenen und ehrlichen Gespräche zum dem Thema "WIR und die ANDEREN".
Auch Bürgermeister Eckhard Graf zeigte sich vom Schul-Kunstprojekt und dessen Ergebnissen beeindruckt. Er betonte dabei, wie wichtig es ist, dass alle miteinander an einem gesellschaftlichen
Zusammenhalt arbeiten, der keinen ausschließt oder vergisst.
Im Anschluss wurden die Schülerinnen und Schüler vom Theater-Ensemble 'RADIKS' in eine dokumentarische Krimigeschichte entführt. Diese drehte sich um vier Jugendliche, die sich seit der Grundschule
kennen und damals auch waren sie befreundet. Nun treffen sie wieder aufeinander. Hintergrund ist ein Brandanschlag auf ein im Bau befindliches Asylheim und eine Schulprojektwoche zum Thema "Deine
Zukunft". Eine Spurensuche beginnt zu der Frage: Warum haben wir eigentlich im Laufe der Zeit so unterschiedliche Vorstellungen von Ehre, Religion, Herkunft, Respekt und sozialem Status
entwickelt? Weshalb schenken wir diesen Vorstellungen und daraus möglicherweise resultierenden Vorurteilen so eine Bedeutung? Darüber wurde anschließend gemeinsam und ausgiebig mit dem
Theater-Ensemble diskutiert.
Das Ratzeburger Schul-Kunstprojekt "WIR und DIE ANDEREN" wurde ermöglicht durch eine Förderung der 'Partnerschaft für Demokratie' der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des
Bundesprogramms 'Demokratie leben!'.
Im Mai konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der über die Volkshochschule Ratzeburg und Umalnd e.V. angebotenen Tai Chi-Kurse erneut mit einem erfahrenen chinesischen Lehrer trainieren. Foen Tjoeng Lie, ein deutschlandweit anerkannter Tai Chi- und Qigong-Lehrer, Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher, war zu Gast. Er unterrichte die 24er-Peking-Form, eine weltweit populäre Tai Chi-Form. In den Kursen von Uta Fuchs hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den letzten Wochen bereits die Grundlagen erarbeitet. So konnten sie in den zwei Tagen intensiv an Details arbeiten. Lie lebte viele Jahre in Deutschland. Er unterrichtete deutschsprachig und konnte daher auch problemlos auf Fragen eingehen.
Wie schon 2024 waren die Teilnehmer begeistert von der seltenen Gelegenheit, asiatische Bewegungskunst direkt erster Hand zu erleben. Und auch Foen Tjoeng Lie äußerte sich am Ende des Workshops sehr
positiv über das große Interesse, die intensive Arbeit und die vielen Fragen: „In dieser guten Atmosphäre unterrichte ich sehr gern.“ Er kündigte an, im nächsten Jahr gern wieder nach Ratzeburg zu
kommen.
Die Volkshochschule Ratzeburg und Umland e.V. hat sich auf ihrer jährlichen Mitgliederversammlung neu aufgestellt. Dr. Hans-Jörg Bettelhäuser, der die vergangenen drei Jahre als Vorsitzender die Geschicke des neu gegründeten Bildungsverein geleitet hat, gab sein Amt in jüngere Hände. Gewählt wurde Danny Sturm, der als Dozent für Informatik der Volkshochschule seit vielen Jahren verbunden ist. Dr. Hans-Jörg Bettelhäuser übergab seinem Nachfolger die Volkshochschule nach eigenen Worten in einem gut geordneten und finanziell gesundem Zustand. Er dankte allen, die bei der Transformation Volkshochschule in eine Vereinsstruktur mitgeholfen haben, insbesondere aber dem hochkompetenten Team der Geschäftsführung, bei dem die eigentliche Arbeit liege. Verabschiedet wurde auch der gewählte Kassenwart Frank Saur. Für ihn wurde Birgitt Steenbeck gewählt. Bestätigt in ihren Ämtern wurden Dajana Stolz als 2. Vorsitzende sowie Dr. Veronika Christiansen als Schriftführerin.
Volkshochschulleiterin Silvia Tessmer gab in ihrem Jahresbericht einen Überblick über die aktuellen Aktivitäten der Volkshochschule. Sie beschrieb ein erfreulich wachsendes Kursangebot in der allgemeinen Bildungsarbeit, mit neuen Dozentinnen und Dozenten, aber auch neue Arbeitsschwerpunkte, wie beispielsweise der Aufbau von Lerntreffs im Rahmen der Grundbildungsarbeit für Erwachsene. Auch die Übernahme der Koordinierungs- und Fachstelle für die 'Partnerschaft für Demokratie' der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen hat zu einer Erweiterung des Aufgabenbereichs geführt. Eine positive Entwicklung, so Silvia Tessmer, habe auch das Kursangebot im Amtsbereich genommen. So ist die Volkshochschule zunehmend auch mit Kursangeboten in den Gemeinden des Amtes aktiv, wie in Mustin oder bald auch in Schmilau. Sie ist inzwischen auch zu einer festen Partnerin des 'Salemer Dialoges' geworden. Allerdings, so Tessmer, sei die Präsenz im Amtsbereich immer noch ausbaufähig und mehr Nachfrage aus den Gemeinden wünschenswert.
Volkshochschule Ratzeburg und
Umland e.V.
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