Willkommen bei der Volkshochschule Ratzeburg!

 

Wir freuen uns über Ihr Interesse an unseren vielfältigen Bildungsangeboten für Kinder, Erwachsene und Senioren und laden Sie herzlich ein, einen Blick in das aktuelle Kursprogramm zu werfen.

Das Frühjahrs-Semester 2022 präsentieren wir Ihnen ab dem 1. Dezember 2021  online und 12. Januar 2022 finden Sie unser Programmheft als Printausgabe in der Markt-Zeitung und den bekannten Auslagestellen!

 

Bleiben Sie gesund!

Viele Grüße

Ihr VHS-Team

 

 

A k t u e l l e s !

 

Bitte beachten Sie die 2G-Regel: Teilnahme nur für Geimpfte oder Genesene.

In Angeboten mit sportlicher Aktivität gilt 2G+ (geimpft, genesen + tagesaktueller Testnachweis oder Auffrischungsimpfung).

Nur für bestimmte Angebote, wie z. B. berufliche Bildung oder Integrationskurse, gilt 3G (geimpft, genesen oder getestet). Bitte beachten Sie  die ausgehängten Hygieneregeln.

Im Gebäude gilt eine generelle Maskenpflicht!

 

 

 

Buchen Sie die Kurse Ihrer Wahl >>

 

Weitere Informationen zu all den angebotenen Kursen erhalten Sie über unser Buchungssystem. Sie können nachfolgend alle Kurse online buchen. Folgen Sie den Themenfeldern Ihrer Wahl.

 

Wenn Sie Fragen haben oder sich für einen Kurs anmelden möchten, nehmen Sie Kontakt mit uns auf - wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung!

 

Aktuelles

Ratzeburger Volkshochschule startet neue Präventionskurse

Die Ratzeburger Volkshochschule startet im Februar mit neuen Gesundheitskursen in ihr Frühjahrssemester. Am 07.02.2022 beginnt ein Kurs zur Stress- und Burnout-Prävention. An acht Terminen, montags von 19:00 – 20:30 Uhr, wird vermittelt, wie man Stress eindämmen kann und Stressfallen zu vermeiden lernt. Ebenfalls am 07.02.2022 startet ein 8-teiliger Entspannungskurs, jeweils montags von 17:30 – 19:00 Uhr. Die Progressive Muskelentspannung (PMR) ist ein effektives Entspannungsprogramm, bei dem durch bewusste Ent- und Anspannung bestimmter Muskelgruppen ein tiefer Entspannungszustand des gesamten Körpers erreicht wird. Durch diesen Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung wird die Körperwahrnehmung verbessert und körperliche Unruhe vermindert. Den richtigen Umgang mit gesundheitlichen Risiken und psychosozialen Belastungen thematisiert ein weiterer Kurs im Gesundheitsprogramm der Volkshochschule, der am 08.02.2022 startet. An 10 Terminen, jeweils dienstags von 19:00 - 20:00 Uhr, wird hier die eigene psychische Widerstandsfähigkeit, auch Resilienz genannt, trainiert.

 

Als Kursleiterin steht Ina Ueberschär bereit und gibt Informationen zu allen Kursangeboten unter info@ina-ueberschaer.de. Details zur Buchung und den Gebühren sind unter www.vhs-ratzeburg.de/kursangebote finden. Die Teilnahme an den Kursen ist gemäß der geltenden 2G-Corornaregel nur für Geimpfte oder Genese möglich.

Ratzeburger Volkshochschule plant facettenreiches Bildungsprogramm zum Frühjahr

Die Volkshochschule Ratzeburg möchte auch im kommenden Jahr ihre erfolgreiche Bildungsarbeit fortsetzen und Corona trotzend mit einem attraktiven Frühjahrsemester starten. Ob Gesundheits-, Kreativ- oder Sprachkurse, das Kursangebot ist wieder vielfältig. Neues Wissen aufbauen und  vertiefen, sich ausprobieren und ungeahnte Fertigkeiten erwerben, die eigene Gesundheit pflegen und bewusst leben, das alles lässt sich im neuen Programm der Volkshochschule entdecken. Neu ist das Angebot der Grundbildung, dass helfen möchte, elementare Wissenslücken in Mathematik, Deutsch und EDV zu schließen und Menschen durch Bildung in ihrem Alltag und Beruf zu stärken. Stärken sollen auch Gesundheitsangebote wie Resilienz, Progressive Muskelentspannung, Yoga, Tai Chi oder Stress- und Burnout-Prävention. Vor allem aber möchte die Volkshochschule die Neugier auf Neues und den Blick schärfen wecken, beispielsweise bei Kräuterwanderungen durch die Natur, bei den thematisch breitgefächerten Dienstagsvorträgen oder den Angeboten zur politischen Bildung, die einmal mehr mit durch die Unterstützung der "Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amt Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" ermöglicht werden. Die Volkshochschule wird sich überdies weiter mit dem wichtigen Schwerpunktthema "Jüdisches Leben und Antisemitismus" befassen und schon in der ersten Jahreshälfte 2022 Veranstaltungsangebote im Ratzeburger Bildungsnetzwerk organisieren. Auch die digitale Programmsparte soll stetig ausgebaut werden mit mehr Podcasts, interaktiven Livestreams oder Videokursen.

Die Bildungsangebote der Volkshochschule kann man übrigens auch verschenken, mit einem Bildungsgutschein. Dieser Gutschein kann auf jedwede Summe ausgestellt werden und ermöglicht dem Beschenkten damit eine freie Kurswahl im Semesterangebot der Volkshochschule, bis das festgelegt Guthaben aufgebraucht ist. Der Gutschein bleibt dabei unbegrenzt gültig und ist somit auch in folgenden Semester einsetzbar. Erhältlich ist er im Büro der Volkshochschule während der allgemeinen Öffnungszeiten. 

 

"Wir hoffen auf ein möglichst unbeschwertes Frühjahrssemester und werden mit unseren hohen Hygienestandards alles dafür tun, dass sich unsere Kursteilnehmer*innen in unserem Haus sicher und sorgenfrei weiter- und fortbilden können", sagt VHS-Geschäftsführerin Silvia Tessmer.

Ratzeburger Bildungsnetzwerk inspiriert mit Fortbildung zu 'Design Thinking' 

Das Ratzeburger Bildungsnetzwerk, ein Zusammenschluss von Bildungsinstitutionen und Einrichtungen mit Bildungsauftrag unter dem Dach der "Partnerschaft für Demokratie" Stadt Ratzeburg -  Amt Lauenburgische Seen, hat sich in einer gemeinsamen Fortbildung mit der Frage befasst, wie sich demokratiestärkende Bildungsorte in Ratzeburg nachhaltig und zukunftsfähig entwickeln können. Auf Anregung der Stadtbücherei, einer jener Bildungsorte, wurde das methodische Konzept des "Design Thinking" vorgestellt, das Institutionen in die Lage versetzt, aus dem Blickwickel der eigenen Nutzerschaft Bildungsangebote und Bildungsräume so zu gestalten, dass sie deren Wünsche und Bedürfnisse wirklich entsprechen. "Wir alle gestalten unsere Einrichtungen zumeist unter der Perspektive unseres fachlichen Wissens", sagte Büchereileiterin Dajana Stolz. "Wir entscheiden damit, wie unsere Nutzerinnen und Nutzer sich hier bewegen, verweilen und welche Angebote sie wie nutzen können. Dabei fragen wir eigentlich nie, wie sie es gerne hätten, wie sie sich ihre Bücherei eigentlich vorstellen, gerade auch, um sich dort wohlzufühlen und wirklich gerne zu kommen", so Dajana Stolz. Eine Aussage, der auch die Leitungen der Volkshochschule, der BQG Personalentwicklung GmbH oder der Jugendzentren sofort zustimmen können. Alle diese Bildungseinrichtungen sind aus fachlichen Erwägungen oder aus baulichen Notwendigkeiten immer vorgeprägt und geben den Nutzer*innen häufig nur wenig Raum zur Mitgestaltung dieser Orte. Dabei wird deren wirkliche Bedeutung, die sie für die Menschen einer Kommune haben, häufig verkannt. Die Soziologie beschreibt sie inzwischen selbstverständlich als "dritte Orte". Sie meint damit einen niederschwellig zugänglichen, öffentlichen und als sicher empfundenen Aufenthaltsbereich, den Menschen neben ihrem Zuhause und ihrer Arbeitsstätte bewusst für sich wählen, um auch dort ihre Zeit zu verbringen. Dies sind vor allem Bildungs- oder Freizeiteinrichtungen, die gänzlich frei oder ohne wesentliche Zugangsvoraussetzungen genutzt werden können. Gerade unter dieser Betrachtung sollten solche Orte ihren Nutzer*innen auch gefallen und ihnen das bieten, was sie dort für sich erwarten. Das ist  zuallermeist die soziale Interaktion mit anderen, noch vor den eigentlichen Angeboten dieser Einrichtungen. Genau hier bietet das Konzept des "Design Thinking" methodische Zugänge, um im Dialog mit den eigenen Nutzer*innen Verbesserungen in Ausstattung und Angeboten zu erreichen, die vor allem die Aufenthaltsqualität für alle erhöht.

Büchereileiterin Dajana Stolz (hinten links) begrüßt Referentin Julia Bergmann (hinten rechts) und alle Teilnehmer*innen der Fortbildung "Design Thinking" © Stadt Ratzeburg

"'Design Thinking' ist ein Prozess des Befragens, des Zuhörens, des Beobachtens, des Ausprobierens und kritischen Bewertens, der nicht geradlinig von einem Problem zu einer Lösung schreitet, sondern der viele Zwischenschritte und Schleifen durchläuft und dabei ganz unterschiedliche Expertisen einbindet", sagte Karl Schneider von der BQG-Personalentwicklung GmbH, der die ganztägige Fortbildung mit Fachreferentin Julia Bergmann für das Bildungsnetzwerk ermöglicht hatte. Die insgesamt 15 Teilnehmer*innen dieser Fortbildung, an der sich auch Stadtvertreterin Bärbel Kersten sowie Mitarbeiterinnen des Ratzeburger Stadtmarketing  beteiligten, verfolgten die Ausführungen zu den Gestaltungsmöglichkeiten des "Design Thinking" mit großem Interesse. Die Leistungsfähigkeit eines solchen Prozesses wurde vor allem an Beispielen von Büchereiumgestaltungen deutlich, die Julia Bergmann präsentierte und in ihren methodischen Entwicklungsschritten analysierte. "Dieser Einblick in die nutzerzentrierte Methodik des "Design Thinking" und dessen Anwendungsbreite für nahezu alle Aspekte von Organisation und Gestaltung einer Einrichtung hat mich persönlich sehr beeindruckt", sagte Silvia Tessmer, Geschäftsführerin der Ratzeburger Volkshochschule. Sie kann sich sehr gut vorstellen, die Ratzeburger Volkhochschule wirklich einmal in dieser Weise im Dialog mit ihren Nutzer*innen zu betrachten und dabei zu erfahren, was man für sie besser oder angenehmer gestalten könnte. "Das kann uns gerade im anstehenden Prozess der Neugestaltung der Ernst-Barlach-Schule sehr helfen", so Silvia Tessmer. Ähnlich äußerte sich auch Steffi Petersen mit Blick auf die Ratzeburger Jugendzentren und lobte die praxisorientierte Fortbildung als inspirierenden Beitrag des Bildungsnetzwerkes für alle Bildungseinrichtungen vor Ort, die ganz im Sinne des fördernden Bundesprogramms "Demokratie leben!" demokratiestärkend wirken. "Mit diesem Werkzeugkasten des 'Design Thinking' können wir strukturstärkend in all unseren Häusern wirken und so vielleicht noch mehr Menschen für unsere Angebote erreichen. Ich bin begeistert", sagte Steffi Petersen. 

Ratzeburger Volkshochschule bewegt in beeindruckender Weise das Thema "Antisemitismus"

Äußerst zufrieden blickt die Ratzeburger Volkshochschule auf den Verlauf zweier Veranstaltungen, die im Rahmen der Reihe "Antisemitismus und jüdisches Leben heute!" in den vergangenen drei Wochen trotz Coronaeinschränkungen viel Interesse und Zuschauerzuspruch erfuhren. So verfolgten rund 70 Besucherinnen die Aufführung des Theaterstücks "Ein Versteck im 20. Jahrhundert - Szenen einer Mischehe" in der Aula der Lauenburgischen Gelehrtenschule. Das Zwei-Personen-Stück von Heinz Rudolf Unger, dargeboten vom Ensemble "Bühnenreif" des „Theater im Stall“, beeindruckte das Publikum sichtlich. Maren Colell und Jörn Bansemer verkörperten die Rollen der Jüdin Judith und ihres deutschen Ehemannes Arnolt, beides Theaterschauspieler, die in der Zeit des Nationalsozialismus sowohl den fortschreitenden Kulturverfall als auch ihre ganz persönliche Bedrohung wahrnehmen müssen, versteckt auf einen Dachboden und immer in Gefahr denunziert zu werden. Die Eindringlichkeit des Spiels führte im Anschluss an den minutenlangen Applaus zu vielen angeregten Gesprächen zwischen den Besuchern. "Wir haben viele positive Rückmeldungen zu dieser Theateraufführung erhalten, immer wieder auch den Hinweis, dieses Stück unbedingt an die Schulen zu bringen, weil es eine solch große Themenvielfalt zu Antisemitismus eröffnet", sagte Silvia Tessmer von der Ratzeburger Volkshochschule.

Holocaust-Überlebende Eva Szepesì las aus ihren Lebenserinnerungen in der Stadtkirche St. Petri © Volkshochschule Ratzeburg

Ebenso intensiv waren die Gespräche auch nach der zweiten Veranstaltung, der Begegnung mit Eva Szepesì, die in der Stadtkirche St. Petri aus ihren Lebenserinnerungen „Ein Mädchen allein auf der Flucht“ las. Rund 90 Zuhörer*innen hatte sich eingefunden und folgten mit wachsender Beklemmung den Ausführungen der Holocaust-Überlebenden, die 1944 als 12jährige von ihrer Familie aus Budapest in die Slowakei geschmuggelt wurde, um den drohenden Verhaftungen und Deportationen zu entgehen. Dort wurde sie schließlich doch gefangen genommen und nach Auschwitz deportiert. Sie überlebte das KZ als eines von 300 Kindern, während ihre Familie von den Nazis vollständig ermordet wurde. Begleitet von ihrer Tochter Anita Schwarz, die eindringlich Beispiele von Antisemitismus in der aktuellen Gegenwart thematisierte, beantwortete Eva Szepesì anschließend alle Fragen aus dem Publikum mit großer Offenheit. Musiker und Komponist Axel Weggen aus Düsseldorf begleitete die Lesung auf dem Flügel und der Kirchenorgel mit jüdischen Musikstücken. "Wir konnten diese Lesung dankenswerterweise in Kooperation mit dem Verein Yad Ruth e.V. in Ratzeburg anbieten. Es ist immer ein großes Privileg, einem Menschen zu begegnen, der den Holocaust überleben konnte und auch im hohen Alter noch die Kraft hat, darüber zu berichten", sagte Silvia Tessmer. Sie zog damit auch inhaltlich eine sehr positive Bilanz der unter schwierigen Bedingungen organisierten Veranstaltungsreihe, die mit der die Ausstellung "DER SCHMERZ DER BEFREIUNG IM SPIEGEL DER KUNST" in St. Petri begonnen hatte und von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" ermöglicht wurde. 

 

Ratzeburger Volkshochschule startet Angebote zur "Grundbildung"

Die Ratzeburger Volkshochschule startet in Kooperation mit dem Grundbildungszentrum der VHS in Lübeck am kommenden Donnerstag erstmalig Kurse im Bereich der Grundbildung. 6,2 Millionen Erwachsene in Deutschland können nicht mühelos lesen und schreiben. Was so ernüchternd klingt, bedeutet für Betroffene eine nicht unwesentliche Erschwernis in Beruf und Alltag. Die VHS Ratzeburg möchte daher zukünftig mehr Angebote für jene Menschen schaffen, die es auf ihrem Bildungsweg nicht immer leicht hatten oder haben, um ihnen über Bildung neue Perspektiven zu entwickeln. "Wir möchten Mut machen, sich der Herausforderung zu stellen und sich erneut auf das Lernen einzulassen. In kleinen Gruppen und im individuellen Tempo der Teilnehmenden führen wir heran an: das Lesen und Schreiben, die Arbeit am Computer, das Lesen einfacher Texte, die korrekte Rechtschreibung, das Rechnen", sagt Geschäftsführerin Silvia Tessmer.
 

Nachfolgende Kurse werden ab dem 21.10.2021 beginnen. Dabei ist wichtig zu betonen, dass der Einstieg in die Kurse jederzeit möglich ist. Eine Kursberatung kann telefonisch unter 04541 8000-146 oder persönlich während der Bürozeiten der VHS Ratzeburg am Montag und Freitag von 9.30 – 11.30 Uhr oder am Donnerstag von 16.00 – 18.00 Uhr erfolgen.

 

"Lesen und Schreiben lernen von Anfang an"
jeweils donnerstags, 18:00 – 19:30 Uhr

Der Kurs richtet sich an deutschsprachige Erwachsene, die bisher nur sehr wenig oder gar nicht lesen und schreiben können. In einer kleinen vertraulichen Gruppe üben wir das Lesen und Schreiben von Buchstaben, Wörtern, Sätzen und Alltagstexten.
 

"Rechnen von Anfang an"
jeweils donnerstags, 16.15 – 17:45 Uhr

Das Leben ist leichter mit einem Grundverständnis von Mathematik, Mengen und Regelhaftigkeiten. In diesem Kurs sollen die Grundrechenarten sowie das Kopfrechnen anschaulich, also mit Alltagsbezug, und in einem gemütlichen Tempo geschult werden. Dieses Angebot eignet sich für Menschen, die in ihrer eigenen Lerngeschwindigkeit ohne Leistungsdruck noch einmal ihr Grundwissen in Mathematik aufbauen oder aufpolieren möchten.

 

"Arbeit am Computer von Anfang an"
jeweils freitags, 9:30 – 11.00 Uhr

In diesem Kurs wird gezeigt, wie man einen PC benutzt, um Dokumente zu erstellen und im Internet nach Informationen zu suchen. Auch das Schreiben von E-Mails wird geübt.

"Stadtgeschichtliches im Ohr"

Digitales Podcast-Projekt des Ratzeburger Stadtarchivs und der Ratzeburger Volkshochschule

Das Ratzeburger Stadtarchiv und die Volkshochschule Ratzeburg kooperieren seit vielen Jahren zu stadtgeschichtlichen Themen. So war Stadtarchivar Christian Lopau wiederkehrend Gast beim beliebten Programm der "Dienstagsvorträge" und hat immer wieder auch bereitwillig Beiträge zu Sonderformaten geliefert, wie beispielsweise zur "Langen Nacht der Volkshochschule" im vergangenen Jahr. Auch in diesem Frühjahr war Christian Lopau wieder fest eingeplant, als Gastredner der Dienstagsvorträge mit einer Ausführung über die Entwicklung der Ratzeburger Bildungslandschaft unter dem Titel "Gelehrtenschule, Lehrerseminar und Höhere Töchterschule". Aufgrund der Corona-Krise musste die Ratzeburger Volkshochschule diese Veranstaltung jedoch absagen. "Dies war unvermeidlich, aber trotzdem sehr enttäuschend, da der Vortrag des Stadtarchivars inhaltlich bereits völlig und umfassend ausgearbeitet war", sagte Silvia Tessmer, Geschäftsführerin der Ratzeburger Volkshochschule. So kam ihr spontan die Idee, daraus einen digital abrufbaren Podcast zu produzieren, anstatt die analoge Publikumsveranstaltung nur unbestimmt zu verschieben.

Christian Lopau zeigte sich dafür sehr aufgeschlossen und signalisierte seine Bereitschaft, den Vortrag abschnittsweise einmal einzulesen. Im Ergebnis entstanden drei eigenständige, informative Beiträge zum Thema "Ratzeburg als Bildungsstandort im 19. und 20. Jahrhundert" und die gemeinsame Übereinkunft, dieses Format in Zukunft häufiger nutzen wollen. "Der Fundus von stadtgeschichtlichen Themen, die sich für eine Podcast-Aufbereitung eignen, ist sehr groß", sagte  Christian Lopau zur Idee der Volkshochschule. Von geschichtlichen Ereignissen, über die Vorstellung bestimmter Archivalien bis hin zu historischen Reiseberichten ließen sich nach Ansicht des Stadtarchivars so präsentieren. Vielleicht sogar auch mehrstimmig, wenn sich versierte Sprecherinnen oder Sprecher finden ließen. An der Erstellung der ersten Podcasts dieser mutmaßlich neuentstehenden Reihe wirkte mit Lorenz Stellmacher bereits ein lokaler Musiker mit. Als Titelmelodie mit Wiedererkennungswert spielte er den Volkstanz "Ratzeburger Viertour" ein.

Ratzeburg als Bildungsstandort im 19. und 20. Jahrhundert

Teil 1: Die Ausbildung der Volksschullehrer im Herzogtum Lauenburg

Eine gute Ausbildung der Lehrkräfte ist die Voraussetzung für ein funktionierendes Bildungssystem. Im 19. Jahrhundert wurden in Ratzeburg Einrichtungen geschaffen, um für die Volksschulen im Herzogtum Lauenburg qualifizierte Lehrer auszubilden.

Teil 2: Von der Domschule zur Lauenburgischen Gelehrtenschule

Seit dem Mittelalter hatte die traditionsreiche Domschule in Ratzeburg höhere Schulbildung geboten. Mit der Auflösung der Schule musste dringend eine Alternative gefunden werden.

Teil 3: Die Entstehung und Entwicklung der Volkshochschule

Die Weimarer Verfassung von 1919 erhob die Weiterbildung zum Grundrecht. Auch im Herzogtum Lauenburg entwickelte sich in der Folge ein lebendiges Volkshochschulwesen.