Berichte 2026

Dienstags-Vortrag der Volkshochschule Ratzeburg                                              »Was ist bloß mit den 'Seltenen Erden' los?«

"Experten vor Ort" referieren für "Interessierte vor Ort" - auf diesen einfachen Nenner lässt sich das erfolgreiche Konzept der Dienstags-Vorträge der Ratzeburger Volkshochschule bringen, zu denen sich immer wieder ein zahlreiches Publikum im Ratssaal des Rathauses einfindet. Das Vortragsspektrum reicht dabei von Kunst, Musik, Anthropologie über kulturhistorischen oder archäologischen Themen bis hin zur Naturwissenschaft oder Medizin. Am Dienstag, den 24.02.2026 um 19:00 Uhr, spricht Dr. Rüdiger Brust über 'Seltene Erden'. Was hat es damit auf sich?

 

Die 'Seltenen Erden' sind eigentlich Metalle und besondere Chemische Elemente. Ihre Entdeckung und Charakterisierung liegt erst zwischen 220 und 120 Jahre zurück. Aber technisch relevant wurden sie erst vor wenigen Jahrzehnten. Heute sind sie unverzichtbar in zahlreichen neueren Technologien. Sie sind gar nicht so selten, kommen aber in Erzvorkommen nicht einzeln, sondern immer vergesellschaftet vor. Ihre Trennung und Reindarstellung ist äußerst kompliziert und aufwändig. All das führte dazu, dass jetzt China eine technisch-wirtschaftliche und damit auch politische Monopolstellung hat. Dass die Situation um die 'Seltenen Erden' heute so ist, wie sie ist, lässt sich zum Teil aus der Chemie dieser Elemente und ihrer Besonderheit erklären, die auch optisch an der Sonderstellung im Periodensystem der Chemischen Elemente deutlich wird.

 

Der Eintritt ist frei. Der Zugang ist barrierefrei möglich. 

"Die Deportation der Norddeutschen Juden" 

Ausstellungseröffnung zum Gedenktag für die Opfer des Holocaust im Ratzeburger Rathaus

Anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Holocaust  lädt die Volkshochschule Ratzeburg und Umland am 27.01.2026 um 19:00 zu der Eröffnung der Ausstellung "Die Deportation der Norddeutschen Juden" im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses ein.  Am 6. Dezember 1941 wurden 905 norddeutsche Jüdinnen und Juden ins Ghetto Riga deportiert. Am Bahnhof Bad Oldesloe, damals ein Verkehrsknotenpunkt, wurden die aus Hamburg, Kiel und Lüneburg eintreffenden Züge miteinander verkoppelt. Die Ausstellung gibt Einblick in die regionalen Geschehnisse.

 

Ilse Siebel, aufgrund deren Engagements diese Ausstellung entstand, hat drei Jahre lang intensiv in verschiedenen Archiven recherchiert und so viel zu dieser Deportation herausgefunden, dass sie eine kleine Ausstellung daraus konzipiert hat. In ihrem Eröffnungsvortrag wird sie eine Einführung zu diesen Recherchen und zur Entstehung der Ausstellung geben. Ergänzend referiert Archivar Christian Lopau über Betroffene, die in Ratzeburg und Umland lebten. Künstler Thomas Helbing berichtet von seiner aktuellen Arbeit an Mahnmalen entlang der Route der Todesmärsche. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von Anna Bertram und dem  Chor "POLITICALied".

 

Der Vortrag wird über die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms 'Demokratie leben!' gefördert. Der Eintritt ist kostenlos. Der Veranstaltungsort ist barrierefrei erreichbar. Die Ausstellung wird bis zum 12. Februar 2026  während der Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen sein. 

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