Mit einem Fest des gesellschaftlichen Zusammenhalts feiert Ratzeburg am 23.05.2026, dem 'Tag des Grundgesetzes', vor dem Ratzeburger Rathaus das gemeinsame bürgerschaftliche Engagement in der Stadt. Es folgt damit einem Aufruf des Bundespräsidenten, der zu diesem besonderen Datum die bundesweite Mitmachaktion "Der Ehrentag. Für dich. Für uns. Für alle." ausgerufen hat. Das Grundgesetz gemeinsam feiern, und alle machen mit – das ist die Idee dieses "Ehrentags". In Ratzeburg findet dies unter dem Motto "Miteinander - Füreinander" statt, ausgelassen und einladend.
Geplant ist eine große, öffentliche Tanzaktion mit Live-Musik unter freien Himmel vor dem Ratzeburger Rathaus. Sie trägt die Idee des 'Tanztees für Jung und Alt', die seit einiger Zeit im Rahmen des Projektes "Allein muss nicht sein" des Diakonischen Werks Herzogtum Lauenburg gemeinsam mit dem Sozialverband Deutschland (SoVD), Ortsverband Ratzeburg ehrenamtlich organisiert wird und für viel Furore sorgt, nach draußen. Sie ist ein Beispiel dafür, was bürgerschaftliches Engagement miteinander und füreinander zu leisten vermag.
Es wird an diesem Frühlingstag allerdings nicht nur getanzt in Ratzeburg. Es soll auch ein Rekord gebrochen werden, der 2010 in einer außerordentlichen Leistung gesellschaftlichen Zusammenhalts und
bürgerschaftlichen Engagements erreicht wurde. Im Wettbewerb 'Das! DUELL' um das 'Roten Sofa' des NDR musste sich Ratzeburg gegen Duderstadt für die Finalrunde qualifizieren. Wer schafft die längste
Erdbeer-Leckermeile? Ein riesiger Berg, frischer Erdbeeren, eine Wanne Tortenguss, ein 'gaaanz langer' Tisch! 16 Wettstreiterinnen und Wettstreit in beiden Städten kämpften um den längsten
Erdbeerkuchen, der am Ende vom zahlreichen Publikum verspeist wurde. Ratzeburg gewann seinerzeit mit 7,20 Meter, 90 cm mehr als in Duderstadt. Es war der erste Schritt zum Gewinn des 'Roten
Sofas'. Eine gemeinsame Leistung des gesellschaftlichen Zusammenhalts in der Stadt, die belohnt wurde.
Daran soll zum 'Ehrentag' am 'Tag des Grundgesetzes' erinnert werden, mit dem Versuch, den eigenen Stadtrekord zu knacken. Schafft Ratzeburg 2026 unter gleichen Bedingungen die Traummarke von 7,50
Meter? Auch damit alle Besucherinnen und Besucher ihr Stück Erdbeerkuchen bekommen? Das Festkomitee, bestehend aus der Volkshochschule Ratzeburg und Umland e.V. , dem Diakonischen Werk und der Stadt
Ratzeburg ist sich sicher: Es kann gelingen. Schließlich gibt inzwischen eine Engagementstrategie in Ratzeburg, die engagierte Menschen zusammenführt und unterstützt, es gibt eine ebenso engagierte
'Partnerschaft für Demokratie' und, als Joker, die vielen 'SeniorTrainer', die sich in Ratzeburg gefunden haben. Wer dabei unterstützen möchte kann sich gerne melden unter sauer@ratzeburg.de.
Tanz, Musik, Erdbeerkuchen und ein ausgelassenes Miteinander ... so ist alles angerichtet für einen schönen "Ehrentag" in Ratzeburg, der zum Mitmachen einlädt, auch für weitere Aktionen und Gesprächen bei einem Glas Wein rund um die Tanzfläche vor dem Rathaus. Start ist um 15:00 Uhr.
Der Festtag wird finanziell unterstützt durch die 'Partnerschaft für Demokratie' der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms 'Demokratie leben!' und durch die Engagagmentstrategie der Stadt Ratzeburg mit einer Förderung des Landes Schleswig-Holstein.
"Experten vor Ort" referieren für "Interessierte vor Ort" - so lässt sich das erfolgreiche Konzept der Dienstags-Vorträge der Ratzeburger Volkshochschule und Umland e.V. beschreiben, das sich in vielen Jahren einen treuen Publikumsstamm erarbeitet hat. Das Vortragsspektrum reicht dabei von kulturellen Themen aus Kunst oder Musik über Naturwissenschaftliches und Anthropologisches bis hin zu geschichtlichen Schwerpunkten mit kulturhistorischen oder archäologischen Inhalten. Am 28.04.2026 um 19:00 Uhr referiert Danny Patrick Sturm im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses zu datenschutzfreundlichen Alternativen für den digitalen Alltag.
Digitale Dienste wie WhatsApp, Microsoft Office oder Google Drive sind aus unserem privaten und beruflichen Alltag kaum noch wegzudenken. Sie sind bequem, führen aber gleichzeitig oft in eine starke Abhängigkeit von einzelnen Großkonzernen. Ob durch intransparente Datenschutzbedingungen oder fortlaufende Kosten durch Abo-Modelle: Ein späterer Wechsel wird den Nutzerinnen und Nutzern oft absichtlich schwer gemacht. Doch es gibt gute Alternativen. In dieser Veranstaltung beleuchten wir datenschutzfreundliche und offene Lösungen, die Ihnen die Kontrolle über Ihre Daten zurückgeben. Wir stellen praxistaugliche Anwendungen vor und zeigen auf, wie ein schrittweiser Umstieg ganz ohne Stress gelingen kann. Der Vortrag bietet konkrete Tipps und erste Schritte für alle, die ihre digitale Umgebung freier und sicherer gestalten möchten – ganz im eigenen Tempo.
Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung ist barrierefrei zu erreichen.
"Experten vor Ort" referieren für "Interessierte vor Ort" - so lässt sich das erfolgreiche Konzept der Dienstags-Vorträge der Ratzeburger Volkshochschule und Umland e.V. beschreiben, das sich in vielen Jahren einen treuen Publikumsstamm erarbeitet hat. Das Vortragsspektrum reicht dabei von kulturellen Themen aus Kunst oder Musik über Naturwissenschaftliches und Anthropologisches bis hin zu geschichtlichen Schwerpunkten mit kulturhistorischen oder archäologischen Inhalten. Am 24.03.2026 um 19:00 Uhr referieren Saskia Kluckert-Hüsten (Fachärztin für öffentliches Gesundheitswesen) und Dr. Gert Santjer(Facharzt für Allgemeinmedizin) im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses über die Geschichte des öffentlichen Gesundheitsdienstes.
Vor der Corona-Pandemie fristete der öffentliche Gesundheitsdienst im Bewusstsein der Menschen ein Schattendasein. Und auch jetzt noch ist den meisten das breite Aufgabenspektrum und der Alltag eines Gesundheitsamtes weitestgehend unbekannt. Dabei werden dort tagtäglich wichtige Aufgaben im Dienste der Gesundheit der Bevölkerung von unterschiedlichsten Berufsgruppen erfüllt. Der öffentliche Gesundheitsdienst kann auf eine lange Geschichte zurückblicken, denn die Bevölkerungsgesundheit ist kein neues Anliegen. Diese Geschichte und der spannende Alltag eines Gesundheitsamtes, heute mit immer neuen Herausforderungen, wird in diesem Vortrag für interessierte Menschen vorgestellt.
Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung ist barrierefrei zu erreichen.
"Experten vor Ort" referieren für "Interessierte vor Ort" - auf diesen einfachen Nenner lässt sich das erfolgreiche Konzept der Dienstags-Vorträge der Ratzeburger Volkshochschule bringen, zu denen sich immer wieder ein zahlreiches Publikum im Ratssaal des Rathauses einfindet. Das Vortragsspektrum reicht dabei von Kunst, Musik, Anthropologie über kulturhistorischen oder archäologischen Themen bis hin zur Naturwissenschaft oder Medizin. Am Dienstag, den 24.02.2026 um 19:00 Uhr, spricht Dr. Rüdiger Brust über 'Seltene Erden'. Was hat es damit auf sich?
Die 'Seltenen Erden' sind eigentlich Metalle und besondere Chemische Elemente. Ihre Entdeckung und Charakterisierung liegt erst zwischen 220 und 120 Jahre zurück. Aber technisch relevant wurden sie erst vor wenigen Jahrzehnten. Heute sind sie unverzichtbar in zahlreichen neueren Technologien. Sie sind gar nicht so selten, kommen aber in Erzvorkommen nicht einzeln, sondern immer vergesellschaftet vor. Ihre Trennung und Reindarstellung ist äußerst kompliziert und aufwändig. All das führte dazu, dass jetzt China eine technisch-wirtschaftliche und damit auch politische Monopolstellung hat. Dass die Situation um die 'Seltenen Erden' heute so ist, wie sie ist, lässt sich zum Teil aus der Chemie dieser Elemente und ihrer Besonderheit erklären, die auch optisch an der Sonderstellung im Periodensystem der Chemischen Elemente deutlich wird.
Der Eintritt ist frei. Der Zugang ist barrierefrei möglich.
Die Volkshochschule Ratzeburg und Umland e.V. startet in das Frühjahrssemester 2026 mit einem vielfältigen Programm für alle Lebensphasen, von Sprach- und Kulturkursen über berufliche Qualifikationen bis hin zu kreativen Kursen, Vorträgen und Gesundheitsförderung sowie digitalen Kompetenzen. "Unser Anliegen ist es, Ihnen praxisnahe Lernangebote zu bieten, die Sie im Alltag unterstützen, neue Perspektiven eröffnen und Ihre Talente stärken. Gerade im Bereich der Online-Kurse haben wir wieder ein spannendes Angebot zusammengestellt", sagt VHS-Geschäftsführerin Silvia Tessmer. Sie verweist auf vielfältige Kursformen, flexible Einstiegsmöglichkeiten und Angebote für Anfängerinnen und Fortgeschrittene sowie neue Formate und Kooperationen, die Lernen leichter, kreativer und nachhaltiger machen. Der Volkshochschule ist dabei eine offene Lernatmosphäre wichtig, in der sich alle willkommen und respektiert fühlen.
Parallel zum Kursprogramm werden im neuen Jahr auch wieder Vorträge zur politischen Bildung sowie Angebote an den im September in Schleswig-Holstein geplanten Veranstaltungen im Rahmen des 'Aktionsmonats Naturerlebnis' durchgeführt.
Informationen zum neuen Kursprogramm und allen Veranstaltungen sind unter https://www.vhs-ratzeburg.de oder im neuen Programmheft zu finden, dass aktuell an allen bekannten Ausgabenstellen ausliegt.
Mit einer würdigen Veranstaltung gedachten am vergangenen Dienstag mehr als 80 Menschen im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses den Opfern des Holocaust. Die
Volkshochschule Ratzeburg und Umland e.V. hatte mit Blick auf diesen internationalen Gedenktag zur Eröffnung der von Ilse Siebel entwickelten Ausstellung "Die Deportation der Norddeutschen Juden"
geladen. Sie beschreibt das Schicksal von 905 Jüdinnen und Juden, die am 6. Dezember 1941 über den Bahnhof Bad Oldesloe ins Ghetto Riga deportiert wurden, unter ihnen auch Willy und Martha Rosenberg
aus Ratzeburg. Anke Nommensen Bielke von den 'OMAS gegen Rechts- Oldesloer für Demokratie' führte in berührender Weise in die Ausstellung ein und betonte dabei die Bedeutung einer mahnenden
Erinnerungskultur, gerade in der heutigen Zeit. Stadtarchivar Christian Lopau beschrieb in einem Kurzvortrag das Schicksal jüdischer Menschen aus Ratzeburg, die Familie Rosenberg, die Familie Levy,
die Geschwister Philip, Aenne Ratz und Germaine Vahl.
Bildhauer Thomas Helbing berichtete von der künstlerischen Entwicklung einer Auftragsarbeit zum Gedenken an einen Todesmarsch aus dem KZ Neuengamme in Richtung Flensburg, der 1945 durch Stormarn
führte. Er ließ die Zuhörerschaft an seinen Gedanken, Assoziationen und Ideen teilhaben, welche seine Suche nach einem würdigen Mahnmal begleiten.
Musikalisch umrahmt wurde das Programm von Liedbeiträgen des Chores 'POLITICALied', unter anderen auch Eric Bogles "Never again". Mit der wiederkehrenden Verszeile 'Remember' prägte es die Atmosphäre des Abends, eine würdige und ernste Erinnerung an das immer noch unfassbare Leid von Millionen Menschen durch die Verbrechen der Nationalsozialisten, die im Anschluss zu vielen nicht minder ernsten Gesprächen über die Zeit heute führte.
Die Veranstaltung wurde gefördert über die 'Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amte Lauenburgische Seen‘ im Rahmen des Bundesprogramms 'Demokratie leben!'. Die
Ausstellung "Die Deportation der Norddeutschen Juden" kann bis zum 12. Februar 2026 während der Öffnungszeiten des Rathauses besichtigt werden.
Anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Holocaust lädt die Volkshochschule Ratzeburg und Umland am 27.01.2026 um 19:00 zu der Eröffnung der Ausstellung "Die Deportation der Norddeutschen Juden" im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses ein. Am 6. Dezember 1941 wurden 905 norddeutsche Jüdinnen und Juden ins Ghetto Riga deportiert. Am Bahnhof Bad Oldesloe, damals ein Verkehrsknotenpunkt, wurden die aus Hamburg, Kiel und Lüneburg eintreffenden Züge miteinander verkoppelt. Die Ausstellung gibt Einblick in die regionalen Geschehnisse.
Ilse Siebel, aufgrund deren Engagements diese Ausstellung entstand, hat drei Jahre lang intensiv in verschiedenen Archiven recherchiert und so viel zu dieser Deportation herausgefunden, dass sie eine kleine Ausstellung daraus konzipiert hat. In ihrem Eröffnungsvortrag wird sie eine Einführung zu diesen Recherchen und zur Entstehung der Ausstellung geben. Ergänzend referiert Archivar Christian Lopau über Betroffene, die in Ratzeburg und Umland lebten. Künstler Thomas Helbing berichtet von seiner aktuellen Arbeit an Mahnmalen entlang der Route der Todesmärsche. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von Anna Bertram und dem Chor "POLITICALied".
Der Vortrag wird über die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms 'Demokratie leben!' gefördert. Der Eintritt ist kostenlos. Der Veranstaltungsort ist barrierefrei erreichbar. Die Ausstellung wird bis zum 12. Februar 2026 während der Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen sein.